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Qigong-Training: Harmonisierung des Qi-Flusses
Qigong ist heute auch in westlichen Ländern als Entspannungs- und Meditationsform bekannt. Wer Qigong erlernen möchte, sollte sich in einem spezialisierten Studio für einen Einsteigerkurs anmelden.Die traditionelle chinesische Medizin und die traditionellen Lehren aus dem Reich der Mitte wurden seit den 1970er Jahren im westlichen Kulturkreis immer populärer. Auch Qigong ist ein Teil der traditionellen chinesischen Lehren, welches in China eine Art Volkssport ist. Prinzipiell ist Qigong kein Sport, sondern vielmehr eine Bewegungs- und Meditationsform, die der Gesundheit zuträglich sein soll.
Wer Qigong trainieren möchte und keinerlei Vorkenntnisse hat, sollte sich für einen Kurs einschreiben. Es ist wichtig, die Abläufe exakt zu erlernen und auszuführen. Anlaufstellen findet man in jeder größeren Stadt. Zur Information kann man zum Beispiel im Internet nach entsprechenden Adressen recherchieren. Die Kosten für einen solchen Kurs variieren je nach Region stark. Es gibt natürlich auch Übungs-DVDs im Handel zu kaufen, mit denen man unter Anleitung auch zu Hause trainieren kann. Diese DVDs kosten zwischen 15 und 25 Euro (Stand: November 2011).
Zu den Übungen, die seit den 1950er Jahren unter der Bezeichnung „Qigong“ bekannt wurden, zählen Körper- und Bewegungsübungen, Atemübungen sowie Meditations- und Konzentrationsübungen. Ziel der Übungen ist die Harmonisierung des Qi-Flusses im menschlichen Körper. Als „Qi“ wird dabei die Lebensenergie verstanden, die allen Lebewesen auf der Erde innewohnt bzw. in ihnen fließt. Dieser Fluss kann durch unterschiedliche Faktoren und Ursachen gestört sein. Kann das Qi also nicht ungestört fließen, können Krankheiten und Beschwerden die Folge sein. Mit Qigong kann man nun gezielt Störungen und Blockaden entfernen bzw. neutralisieren und aktiv etwas für die eigene Gesundheit tun.
Heute gibt es eine große Anzahl unterschiedlicher Qigong-Richtungen, die sich zum Beispiel eher am Buddhismus oder näher am Daoismus orientieren. Beim Pekinger Forschungsinstitut für Qigong sind mehr als 1.000 unterschiedliche Richtungen angemeldet. Nur rund 100 davon sind jedoch auch anerkannt in China. Eine sehr verbreitete Richtung des Qigongs ist das System „Zhan Zhuang“, was auch als „Stehende Säule“ bezeichnet wird. Diese Form gilt als die ursprüngliche und älteste Form. Besonders bekannt – vor allem in den westlichen Ländern – ist der Meister Lam Kam Chuen, der dieses System in den 1980ern im Westen einführte. Lam Kam Chuen ist auch der einzige Autor, dessen Buch über Zhan Zhuang in deutscher Sprache im Handel erhältlich ist.
