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Aquagymnastik: Pool-Nudel und Wasserbrett für einen gesunden und straffen Körper
Aqua-Fun, Aquagymnastik, Aquafitness – viele gut klingende Bezeichnungen für ein und denselben Sport zeigen: Wassergymnastik liegt im Trend. Darüber hinaus bietet das Rundum-Workout jede Menge gesundheitliche Vorteile.Mittlerweile gibt es ein umfangreiches Kursangebot, das – angefangen bei Aquafitness über Aquajogging und Aqua-Boxing und bis hin zu Aqua-Cycling – für jedes Alter, jeden Geschmack und jedes Leistungsniveau etwas bietet. So eignet sich das Training nicht nur für Schwangere oder Personen mit Wirbelsäulen- und Gelenkproblemen sowie Venenleiden, für Rehabilitationspatienten oder für Übergewichtige, sondern auch für Hobby- oder Leistungssportler.
Beim Training werden vor allem die physikalischen Eigenschaften des Wassers genutzt, durch die der menschliche Körper beispielsweise nur noch rund 10 Prozent seines Eigengewichts wiegt. Dadurch werden die Gelenke entlastet und die Balance trainiert. Außerdem ist der Widerstand des Wassers 4 bis 12-mal höher als an Land, wodurch die Muskelkraft und die Ausdauer allgemein gestärkt werden. Im Wasser herrscht zudem ein höherer Druck, und es besitzt eine größere Leitfähigkeit. Das verbessert die Leistung der inneren Organe: z. B. die Herzfrequenz wird im Schnitt um 5 bis 10 Schläge pro Minute verringert. Zudem können die Übungen genutzt werden, um die Beweglichkeit sowie die Koordination und die Balance zu verbessern sowie zu dem Zweck, ein paar Kilos zu verlieren. Nach Unfällen und Verletzungen ist das Training im Wasser zudem eine sanfte Methode der Rehabilitation und dient auch der Schmerzreduktion. Darüber hinaus kann die Haltung durch das spezielle Training einzelner Muskelpartien des Halteapparates geschult und verbessert werden. Neben den gesundheitlichen Vorteilen ist der Sport im Wasser auch eine Art Massage für die Haut und das Bindegewebe.
Aquagymnastik-Kurse werden in vielen Schwimmhallen und Fitnesscentern angeboten. Sie können sowohl im flachen als auch im tiefen Wasser stattfinden und dauern in der Regel 45 Minuten. Beim sogenannten Flachwassertraining wird in einem Becken mit einer Wassertiefe zwischen 1,20 und 1,30 Metern trainiert, sodass die Teilnehmer stehen können. Im tiefen Wasser haben sie keinen Bodenkontakt und werden durch einen Aqua-Gürtel an der Oberfläche gehalten. Je nach Geschmack und Trainingsintensität kann die Gymnastik durch spezielle Geräte wie zum Beispiel Aquahandschuhe, -hanteln und -schuhe oder Wasserbretter und durch die bekannten Pool-Nudeln unterstützt werden, da diese für Auftrieb oder Widerstand sorgen. Bekannte Aqua-Übungen sind beispielsweise der „Seegang“, der sich gut zum Aufwärmen eignet und gleichzeitig die Beinmuskulatur kräftigt. Dabei bewegen sich die Kursteilnehmer mit großen kräftigen Schritten durch das Wasser, während die Arme leicht angewinkelt sind und sich entgegengesetzt nach vorn mitbewegen. Sprich: linker Arm, rechtes Bein, rechter Arm, linkes Bein. Beim „Frosch“ werden wiederum das Gleichgewicht geschult und die Bauchmuskulatur trainiert. Dafür müssen sich die Trainierenden aufrecht hinstellen und die Arme auf Schulterhöhe ausstrecken. Die Beine sind gestreckt und stehen leicht geöffnet nebeneinander. Dann wird sich kraftvoll vom Boden abgedrückt, die Knie werden im Sprung zum Bauch gezogen und die Arme seitlich nach unten gedrückt. Anschließend werden die Beine wieder gestreckt und die Arme seitlich auf Schulterhöhe gebracht.
Obwohl Aquagymnastik eine große Zielgruppe anspricht, ist das Training im Wasser nicht für jeden geeignet. Menschen mit einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung, einem zu hohem Blutdruck oder offenen Wunden und akuten Entzündungen müssen sich nach einer anderen Möglichkeit zum Sporttreiben umsehen.
