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Mit Low-Carb abnehmen: Tipps für die schlanke Linie
Bei der Kohlenhydratminimierung (Englisch: Low Carb) ist das Ziel den Kohlenhydratanteil an der Nahrung zu senken und die benötigte Energie vorwiegend über Fette und Proteine aufzunehmen.Bei Low-Carb-Diäten stehen vor allem Gemüse, Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier auf dem Speiseplan. Während für die normale Ernährung ein Kohlenhydratanteil von 50 Prozent und mehr täglich empfohlen wird, werden bei Low-Carb-Konzepten Kohlenhydrate vermieden. Typische Diäten, die den Low-Carb-Ansatz vertreten, sind zum Beispiel die Atkins-Diät, die Logi-Methode, die Lutz-Diät und die South-Beach-Diät. Während bei einigen dieser Diäten Kohlenhydrate zeitweise komplett verboten sind, erlauben anderen einen kleinen Anteil.
Das Konzept der Kohlenhydratminimierung geht davon aus, dass der Stoffwechsel sich in Richtung Katabolismus umstellt, wenn nicht genügend Kohlenhydrate aufgenommen werden. In diesem Zustand werden in der Leber Ketone erzeugt, die als Energielieferanten bereitstehen. Das bedeutet, dass der Körper gezwungen wird, die eigenen Fettreserven als Energiequelle zu nutzen. Dies führt zu einer Gewichtsreduktion. Durch die Stoffwechselumstellung kommt es auch zu einem Sinken des Insulinspiegels Blut und es wird Glukagon ausgeschüttet, was zu einem erleichterten Abbau der körpereigenen Energiespeicher führt.
Anhänger des Low-Carb-Konzepts gehen davon aus, dass ein hoher Anteil an Kohlenhydrate an der Ernährung generell negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat und für viele Zivilisationskrankheiten die Ursache darstellt. Eine der vielen Grundideen hinter dieser Theorie ist eine genetische Überlegung: Der Mensch sei nur bedingt an den Verzehr von Getreideprodukten angepasst, da der Ackerbau erst von rund 10.000 Jahren praktiziert wurde. Die entscheidende genetische Programmierung des menschlichen Körpers stamme jedoch noch aus der Steinzeit, als viel Eiweiß und Fett und nur wenige, vorwiegend kurzkettige Kohlenhydrate verzehrt wurden. Aus dieser Überlegung entstammt auch das Konzept der Steinzeiternährung. Hier stehen viel Fleisch und Fisch, Nüsse sowie frisches Obst und Gemüse auf dem Plan. Tabu sind industriell gefertigte Nahrungsmittel, Zucker, Alkohol, Milch- und Getreideprodukte.
Es gibt jedoch auch Kritiker, die das Low-Carb-Konzept als dauerhafte Ernährung ablehnen. Vor allem Diäten, bei denen mehr als 50 Prozent der Energie aus Fetten aufgenommen werden, gelten als kritisch. Fakt ist, dass für Menschen, die zu Launenhaftigkeit, Melancholie und Depressionen neigen, eine kohlenhydratbasierte Ernährung auf Dauer die richtige Entscheidung ist. Denn, wie der Volksmund es so schön sagt: „Kohlenhydrate machen glücklich“.
