Heilfasten: Den Körper entschlacken und entgiften

Beim Heilfasten wird für einen begrenzten Zeitraum bewusst auf Nahrung verzichtet. Dabei soll kein Hungergefühl aufkommen, wenn diese besondere Form der Diät richtig durchgeführt wird.

Wozu dient Heilfasten?


Bei einer Heilfastenkur soll der Körper schädliche Stoffe wie Gifte und Schlacken ausscheiden. Es geht dabei weniger ums Abnehmen. Außerdem sollen körpereigene Abwehrkräfte mobilisiert werden, was zu einem Energie-Schub führen soll. Zusätzlich bietet das Heilfasten eine Gelegenheit die Ernährung grundsätzlich umzustellen. Auf diese Weise sollen sich beispielsweise chronische Gesundheitsprobleme verbessern oder sogar verschwinden.

Was passiert beim Heilfasten?


Eine Heilfastenkur beginnt mit einigen Vorbereitungstagen, in denen dem Körper nur noch leichte Kost zugeführt wird und eine mentale Vorbereitung auf das Fasten stattfinden soll. Das eigentliche Heilfasten wird mit einer kompletten Darmentleerung eingeleitet. Dann wird in der Regel keine feste Nahrung mehr zu sich genommen: Die je nach Methode erlaubten 250 bis 400 Kalorien werden dem Körper über Getränke zugeführt. In dieser Zeit ist es besonders wichtig sehr viel zu trinken. Gebrochen wird das Fasten durch drei bis vier Aufbautage, in denen der Körper langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt wird.

Für wen ist Heilfasten geeignet?


Gesunde Erwachsene können in der Regel ohne Bedenken eine Fastenkur machen. Dennoch sollte sicherheitshalber zuvor ein Arzt konsultiert werden um negativen gesundheitlichen Folgen vorzubeugen. Im Zweifelsfall sollte die Heilfastenkur in einer Fastenklinik durchgeführt werden, um die Risiken zu minimieren.

Wer darf keine Heilfastenkur machen?


Menschen mit Esssucht oder Bulimie sollten nicht fasten; auch bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten besteht ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Schwangere sowie Menschen mit Tuberkulose, Krebserkrankungen oder einer Überfunktion der Schilddrüse sollten keinesfalls heilfasten. Zudem ist Heilfasten schädlich für unter chronischen Magenentzündungen oder -geschwüren leidenden Patienten. Auch nach einer Infektion, einer OP, in fortgeschrittenem Alter oder bei Untergewicht sollte nicht gefastet werden.

Ist Heilfasten als Diät geeignet?


Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schließt das Heilfasten als Methode zur Gewichtsreduktion aus. Tatsächlich dient sie eher zur Entgiftung und Entschlackung des Körpers. Die möglichen Gesundheitsrisiken legen nahe eine Heilfastenkur nur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen. Zuvor sollte sich intensiv mit dem Thema zu befasst werden.

Vorteile des Heilfastens


• Der Körper wird entgiftet
• Bietet eine gute Möglichkeit die Ernährung umzustellen
• Körperliche Abwehr wird mobilisiert
• Soll bei regelmäßiger Durchführung chronische Gesundheitsprobleme verbessern

Nachteile des Heilfastens


• Weniger zum Abnehmen geeignet
• Bei falscher Durchführung sind erhebliche Gesundheitsrisiken zu erwarten
• Sollte nur von Erwachsenen in stabilem Gesundheitszustand durchgeführt werden
• Ohne ärztliche Betreuung nicht ratsam
Unser Fazit: Heilfasten ist als Diät eher nicht geeignet.

 
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