Abnehmen mit Brigitte Diät - so funktioniert das Prinzip

Mittlerweile gibt es unzählige verschiedene Diätmethoden. Eine darunter ist die Brigitte Diät. Das Konzept hält sich seit den 60er Jahren erfolgreich und erfreut sich größter Beliebtheit.

Im Jahre 1969 kam erstmals die nach der gleichnamigen Frauenzeitschrift benannte "Brigitte Diät" auf. Seitdem wird sie in regelmäßigen Abständen in der Zeitschrift erklärt und es werden entsprechende Rezepte zum Nachkochen veröffentlicht. Das Prinzip dahinter sind leicht zuzubereitende Mahlzeiten, die besonders fettarm sind. So sind nur maximal 40 Gramm Fett pro Tag erlaubt. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 20 bis 30 Gramm mehr, das gilt allerdings nicht für Zeiten der Diät. Das besondere an den Rezepten ist, dass sie trotz ihrer geringen Kalorienanzahl nährstoffreich und sättigend sein sollen. Unter den Rezepten ist dabei für jeden etwas dabei: Schnellmenüs für Singles, fleischfreies Essen für Vegetarier oder auch Familienportionen.

Frei nach dem Baukastenprinzip können die unterschiedlichen Gerichte für Frühstück, Mittag- und Abendessen beliebig untereinander kombiniert werden, um Abwechslung zu schaffen. So soll sich ein fester Ernährungsplan mit drei Hauptmahlzeiten und maximal zwei Zwischenmahlzeiten erstellt werden. Das Kalorienzählen wird erspart, solange sich an die Rezepte gehalten wird. Während der gesamten Diät soll dennoch kein Hunger auftreten, da alle Gerichte eine niedrige Energiedichte haben. Das bedeutet, dass viel Volumen den Magen füllt, darin aber nur vergleichsweise wenige Kalorien enthalten sind. Ergänzend zum eigentlichen Diätprogramm werden im Rahmen der Herausgabe von Ausgaben, die sich mit der Brigitte Diät beschäftigen, auch Tests und Erklärungen gedruckt. Sie sollen beim Erforschen der Ursache für das Übergewicht helfen. Effiziente Fitnessübungen für Zuhause runden das Diätkonzept ab.

Wie alle Diäten in diesem Sinne wird auch die Brigitte Diät regelmäßig kritisiert. Es handele sich um keine gesunde Lebensweise, sondern führe zum sogenannten Jo-Jo-Effekt, da bei der Mehrzahl an Rezepten der Brigitte Diät zu wenige Kalorien pro Tag aufgenommen werden. Zudem käme Sport bei der Brigitte Diät zu kurz. Der Körper schaltet so in den Notstoffwechsel. In dieser Zeit verbrennt er kein unliebsames Fett, sondern verliert lediglich viel Wasser und wichtige Muskelmasse. Wird in Anschluss an solch eine Diät wieder wie gewohnt gegessen und eine angemessene Kalorienmenge zugeführt, kann der Organismus diese ungewohnte Menge nicht auf Anhieb verstoffwechseln - es wird stattdessen erneut Fett angesetzt. Wird um dem entgegenzuwirken wieder eine Crashdiät eingelegt, setzt der sogenannte Jo-Jo-Effekt ein: Das Gewicht schwankt periodisch auf und ab.

Und dies zu verhindern sollte auch bei der Brigitte Diät darauf geachtet werden, nur rund 500 Kalorien pro Tag weniger zu essen, als der Körper benötigt. Man spricht auch vom Gesamtumsatz. Dieser beträgt sehr grob betrachtet 2.000 Kalorien pro Tag. Der Wert kann jedoch abhängig von verschiedenen Faktoren nach unten, vor allem aber nach oben, variieren. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem Geschlecht, Veranlagung und besonders die Aktivität. Ein Bauarbeiter verbraucht demnach mehr, als ein Büroangestellter mit sitzender Tätigkeit.

 
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