Mit dem Atkins-Diätplan erfolgreich abnehmen

Die Atkins-Diät zählt zu den sogenannten Low-Carb-Diätvarianten, bei denen der Anteil an Kohlenhydraten gesenkt wird und stattdessen fett- und proteinreiche Nahrungsmittel verzehrt werden.

Der Begründer der Atkins-Diät ist der US-Amerikaner Robert Atkins (1930-2003): In einem 1972 erschienenen Buch beschrieb der studierte Mediziner eine Methode zur Reduktion des Körpergewichts, die im Wesentlichen auf dem Verzicht auf Kohlenhydrate basierte. Die Nahrung soll sich demnach während der 14-tägigen Anfangsphase der Diät hauptsächlich aus Lebensmitteln zusammensetzen, die Proteine und Fette beinhalten. Die Zufuhr von Kohlenhydraten soll 5 Gramm täglich nicht übersteigen – diese Vorgabe lockerte Atkins nach einiger Zeit und korrigierte die Grammzahl auf 20. Ziel der Diät ist es, den Zustand der Ketose zu erreichen: Damit wird ein Stoffwechselzustand beschrieben, bei dem der Energiebedarf mangels verfügbarer Kohlenhydrate aus körpereigenem Fett gedeckt wird. Dies führt zu einer verstärkten Fettverbrennung, zur Senkung des Körperfettanteils und letztendlich zur gewünschten Gewichtsreduktion.
Nach der 14-tägigen Anfangsphase soll die Kohlenhydratzufuhr in einer zweiten Phase um 5 Gramm pro Woche gesteigert werden, bis eine Stagnation des Abnahmeeffekts festgestellt wird – anschließend wird die Aufnahme wieder um 5 Gramm gesenkt, um die individuell optimale Verzehrmenge herauszufinden. Die dritte Phase hingegen zielt auf einen stagnierenden Gewichtsverlust ab: Dies wird durch erhöhte Mengen an Kohlenhydraten (10 Gramm täglich) und Kost mit hoher Nährstoffdichte bewerkstelligt. Nach Erreichen des Zielgewichts folgt Phase 4 – zwar dürfen nun wesentlich mehr Lebensmittelarten verzehrt werden als in den ersten drei Phasen, kohlenhydratreiche Produkte wie Reis, Nudeln oder Brot sind jedoch weiterhin nur als Ausnahme erlaubt. Da die vierte Phase der lebenslangen Erhaltung des Idealgewichts dienen soll, ist die Atkins-Methode eher eine dauerhafte Ernährungsumstellung als eine temporäre Diät.
Der Nutzen der Atkins-Methode zur Gewichtsreduktion ist unumstritten, dennoch wird die Diät unter Ernährungsexperten, Wissenschaftlern und Medizinern bis zum heutigen Tag kontrovers diskutiert. Befürworter führen häufig das Argument an, dass auch Steinzeitmenschen neben Obst und Gemüse fast ausschließlich Proteine und Fette zu sich nahmen - aus diesem Grund handele es sich bei der Atkins-Diät weitgehend um die ursprüngliche Form der menschlichen Ernährung. Tatsächlich wurde der Ackerbau, der den Verzehr von Brot und anderen Getreideprodukten ermöglichte, erst relativ spät in der Menschheitsgeschichte erfunden. Vor allem aus der zuverlässigen Reduktion des Körpergewichts ergäben sich zudem viele positive Wirkungen auf Körper und Kreislauf des Menschen. Kritiker der Atkins-Diät führen hingegen an, dass eine ausgewogene Ernährung mit entsprechendem Kohlenhydratanteil essenziell für eine gesunde Lebensweise sei. Da die Atkins-Diät einen Fettanteil von rund 50 Prozent propagiert, sei sie als einseitig abzulehnen. Insbesondere die Daueranwendung, also die auf Lebenszeit angelegte Ernährungsumstellung, wird dabei als potenziell gesundheitsschädlich kritisiert.
Die Argumente für und wider die Atkins-Diät halten sich die Waage. Zu den Personen, denen generell von der Ernährungsumstellung abgeraten wird, zählen Diabetes-Patienten sowie Personen mit Nierenunterfunktion. Im Allgemeinen ist es ratsam, vor der Anwendung der Methode Rücksprache mit dem Arzt zu halten, um eventuelle Risiken für die eigene Gesundheit zu erörtern.

 
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